Matthias Pilz

Stadtrat für Würzburg

Nachfolgender Text wurde auf der Mitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen am 4. März 2008 einstimmig beschlossen:

 

Würzburg wird grüner

Keine Empfehlung für die Stichwahl

 

16,93 Prozent für die Grünen bei der Stadtratswahl 2008 bedeuten einen Zuwachs um 6,4 Prozent und vier zusätzliche Sitze auf jetzt neun. Dies zusammen mit den 16,33 Prozent für den grünen OB-Kandidaten Matthias Pilz zeigt deutlich: Würzburg wird grüner!

 

Wir sehen das Ergebnis als Auftrag, noch stärker als bisher ökologische Themen und soziale Fragen bei der Stadtentwicklung in den Vordergrund zu stellen. Dieser Auftrag richtet sich nicht allein an die erstarkten Würzburger Grünen. Er richtet sich an alle Gruppierungen und Persönlichkeiten in der Würzburger Kommunalpolitik.

 

Matthias Pilz hat als OB-Kandidat in seinem Wahlkampf bewiesen, dass die Würzburger Grünen fähig und bereit sind, für diese Stadt Verantwortung zu übernehmen. In Podiumsdiskussionen und an Infoständen hat er viele Würzburgerinnen und Würzburger von seinem sachlichen und konstruktiven Politikstil und von seinen ökologischen und sozialen Inhalten überzeugt. Die 16,33 Prozent, die er bei den OB-Wahlen erhalten hat, bestätigen dies eindrucksvoll. Sie sind ein hervorragendes Ergebnis, auch wenn es nicht für den bis zuletzt für möglich gehaltenen Einzug in die Stichwahl gereicht hat.

 

Die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters findet am 16. März zwischen der Amtsinhaberin Pia Beckmann von der CSU und dem Herausforderer Georg Rosenthal von der SPD statt. Die inhaltlichen Unterschiede zwischen den beiden waren im bisherigen Wahlkampf wenig ausgeprägt. In der aktuell strittigen Frage, wo der dringend erforderliche Neubau der Fachhochschule errichtet werden soll, haben beispielsweise beide Kandidaten das Anliegen der Grünen scharf zurückgewiesen, im letzten Moment noch eine Initiative für die Zukunftslösung in den Leighton Barracks zu starten. Die Würzburger Grünen verzichten deshalb wie schon 2002 darauf, eine Wahlempfehlung auszusprechen.

 

Wir sind für eine ökologische und soziale Politik für Würzburg angetreten. Unser Anspruch lautet: „Würzburg soll grüner werden“. Dieser Anspruch würde verfehlt, wenn wir auf Grundlage des bisherigen Wahlkampfes eine Wahlempfehlung aussprechen würden. Es liegt nun in der Verantwortung der beiden Kandidaten, mit einem attraktiven Programm um die Stimmen derjenigen Wählerinnen und Wähler zu werben, die wegen der ökologischen und sozialen Inhalte im ersten Wahlgang für Matthias Pilz gestimmt haben. Als Entscheidungshilfe für ihre Wählerinnen und Wähler werden die Würzburger Grünen die beiden Kandidaten bitten, ihr ökologisches Programm darzustellen und zu einigen Schlüsselfragen Stellung zu nehmen, die den Grünen im Wahlkampf wichtig gewesen sind. Die Antworten wollen wir u.a. auf unserer Internet-Seite für die Bürger und für die Medien veröffentlichen.

 

Nachfolgend einige Schlüsselfragen:

- Was tun Sie, um Alternativlösungen zum FH-Bau am Alandsgrund zu finden?

- Wie werden Sie sicherstellen, dass die Münzstraße für Fahrradverkehr in beiden Richtungen geöffnet wird?

- Wie wollen Sie das Oberflächenparken zurückdrängen, um mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu gewinnen?

- Mit welchen konkreten Konzepten wollen Sie den Anteil an Erneuerbaren Energien steigern?

- Wie wollen Sie zügig ein konsequentes Energiemanagement (systematische Erfassung von Verbräuchen, Einsparpotentialen, etc.) in der Stadtverwaltung einführen und umsetzen?

- Wie wollen Sie berufstätigen Eltern einen sicheren Krippenplatz verschaffen?

- Werden Sie sich für die Öffnung des Trausaals zur Partnerschaftsbegründung homosexueller Paare einsetzen?

- Werden Sie sich für die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle einsetzen?

- Haben Sie Ideen, der erschreckend geringen Wahlbeteiligung entgegenzuwirken?


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