Matthias Pilz

Stadtrat für Würzburg

Podium mit Toni Hofreither und Matthias PilzGrüne fordern Umdenken beim Verkehr Wenn es bei den Grünen um Verkehrspolitik geht, ist das lokale Geschehen immer vor dem weitem Hintergrund der weltweiten Klimadebatte zu sehen und umgekehrt bezieht sich Bundespolitik auf das konkrete Handeln und Verändern vor Ort. So ergänzten sich bei einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Verkehrs – Zukunft in Würzburg, Deutschland und der Welt“ im mit etwa 50 Besuchern gut gefüllten grünen Büro die beiden Hauptredner Dr. Toni Hofreiter von den Bundesgrünen und der OB-Kandidat für Würzburg Matthias Pilz sehr gut.

Hofreiter, als Abgeordneter für die Grünen im Bundestag und Obmann im Verkehrsausschuss sieht im Jahr 2007 zwei wichtige Ereignisse: Erstens sei weltweit anerkannt, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist, zweitens habe sich das Rohöl weiter dramatisch verteuert, was wir noch viel mehr merken würden, wenn der Euro nicht so stark wäre. Die Grünen sollten sich freuen, dass sich nun alle für Klimaschützer halten. In der Bundesregierung täten sich jedoch „Parallelwelten“ auf. Einerseits gäbe sich der Umweltminister Gabriel gern als Klimaschützer, auf der anderen Seite wolle der Verkehrsminister Tiefensee den Verkehr stark ausbauen. Hofreiter: „Allein das geplante Wachstum im Flugverkehr frisst die Anstrengungen beim Energie sparen wieder auf.“ Mit dem weiteren Ausbau im Straßenverkehr müsse endlich Schluss sein. Stattdessen sei es richtig, auf die Bahn zu setzen, die mit Strom fährt, der leichter mit erneuerbaren Energien zu gewinnen sei. Für die lokale Ebene fordert Hofreiter eine Stadtentwicklungspolitik der kurzen Wege: „Den Bäcker muss es um die Ecke geben, damit ich meine Semmeln zu Fuß hole.“ Ganz in diesem Sinne erläuterte Matthias Pilz, dass zu Fuß gehen eine große Bedeutung für eine einladende Innenstadt habe: „In Würzburg muss das Oberflächenparken stark beschnitten werden, dafür muss es breitere Gehwege und mehr Ruhebänke geben.“ Bei der Fahrradfreundlichkeit sei in Würzburg noch viel zu tun: Die Lücken im Radwegenetz müssten geschlossen werden, Gefahrenstellen, wie z.B. in der Zellerstraße, müssten gesichert werden und es sollten Aufstellflächen für Radfahrer vor Ampeln geschaffen werden. Beim Öffentlichen Nahverkehr sei es richtig die Straßenbahn weiter auzubauen, denn, so Matthias Pilz „wo sie fährt, ist die Nutzung des ÖPNV hoch, wo sie nicht fährt niedrig“. Der Ausbau der Straßenbahn mit einer neuen Linie 6 zum Hubland müsse „durch die Stadtteile, wo die Menschen leben“. Eine Umkehr im Verkehr mit weniger Autoverkehr und mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer macht laut Pilz die Stadt attraktiver und ist auch noch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Pressemitteilung vom 19.12.2007


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