Matthias Pilz

Stadtrat für Würzburg

Uns erreichen derzeit etliche Anfragen zur Sanierung des Nautilandes, deshalb hier meine Position dazu: Mit dem Dallenbergbad verfügt die Stadt Würzburg über ein Freibad von herausragender Qualität, darüber hinaus gibt es u.a. mit dem Geisbergbad in Veitshöchheim und den Erlabrunner Badeseen weitere attraktive Freibadeeinrichtungen in der nahen Umgebung. Insofern ist es gerechtfertigt, dass der Schwerpunkt des Nautilandes ein anderer ist und bleibt. Trotzdem möchten wir, dass auch das Nautiland einen attraktiven Außenbereich behält.

Wir möchten, dass das Nautiland in seiner Funktion als Familien- und Freizeitbad erhalten bleibt und die notwendigen Sanierungen erfährt. Um den Begriff etwas näher zu erläutern: "Nach oben" wollen wir ausschließen, dass das Nautiland zu einem Luxusbad saniert wird, dass sich viele Familien nur ausnahmsweise, etwa als besonderes Geburtstagsgeschenk leisten können (ein solches Bad wäre nämlich keine öffentliche Aufgabe)."Nach unten" soll im Nautiland aber auch mehr möglich sein, als nur Schwimmen lernen und Schwimmbahnen ziehen zu können

- um das Schwimmen für Menschen überhaupt attraktiv zu machen, als Freizeitangebot und auch aus Kostengründen, weil unseres Erachtens kein Bedarf für ein weiteres reines Sportbad in Würzburg besteht. Dieser von uns für richtig erachtete Weg wird (nachdem zu Beginn des Jahrtausends der Versuch von weiten Teilen von CSU und WL zur ersatzlosen Schließung des Nautilandes abgewehrt werden konnte) seit geraumer Zeit zunächst von der Stadtverwaltung, nunmehr im Rahmen der Würzburger Bäder GmbH im WVV-Konzern vorangetrieben, inklusiver mehrerer Bürgerwerkstätten und in enger Abstimmung mit dem Zellerauer Aktionsbündnis zum Erhalt des Nautilandes. Die von Ihnen kritisierte Saunalandschaft hat in diesem Konzept vor allem die Aufgabe, Einnahmen zu generieren, damit das Bad für die Stadt und die BesucherInnen bezahlbar bleibt. Dabei wird - wie in vielen anderen Schwimmbädern - für die Saunalandschaft ein gesondertes Eintrittsgeld erhoben. Somit zahlen also weder "die Steuerzahler" noch die übrigen SchwimmbadbesucherInnen für Errichtung und Betrieb der Sauna. Auch in Zukunft wird das Nautiland über einen attraktiven Außenbereich verfügen. Über die Details hierzu ist noch keine Entscheidung gefallen, hierzu soll es auch noch eine weitere Bürgerwerkstatt geben. Hierzu werden sehr wahrscheinlich auch Schwimmbecken und/oder Erlebnisbecken im Freien gehören. Nach Auffassung der Planer (die ich aus eigener Beobachtung teile, ich bin selbst zu jeder Jahreszeit ca. 1 Mal im Monat im Nautiland) werden aber auch in der warmen Jahreszeit eher die Innenbecken als die Außenbecken genutzt, und zwar auch von Familien, die wir selbstverständlich nicht aus dem Nautiland vertreiben wollen. Insbesondere wird das Nichtschwimmeraußenbecken "Kleinkinderbecken" nur so wenig genutzt, dass eine Wiedererrichtung zumindest in diese Größe äußerst unwirtschaftlich wäre. Über die Frage eines getrennten Eintritts für Freibad und Hallenbad kann nachgedacht werden - ich gebe zu, dass ich da skeptisch bin, weil zur Trennung der beiden Bereiche erhöhter Aufwand erforderlich wäre und eben nach meiner Einschätzung auch im Sommer die allermeisten BesucherInnen zumindest auch Einrichtungen "innen"mitbenutzen. Matthias Pilz Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Würzburg und Mitglied im Aufsichtsrat der Würzburger Bäder GmbH

(Anmerkung:
Dies ist ein Brief an eine Bürgerin vom 16.8.2013)


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