Matthias Pilz

Stadtrat für Würzburg

Fünf Vorschläge zur Verbesserung der Radwegesituation in Würzburg sollte ich der Radwegekommission der Stadt Würzburg Anfang Dezember 2007 machen, so eine Anfrage der Verwaltung. So viele Schwachstellen, so viele Ideen - und nur 5 Vorschläge erlaubt? Das gleiche Problem also wie bei den drei Wünschen an die gute Fee - bloß ohne das Versprechen, die Wünsche auch zu erfüllen. Daraus entstand schließlich der folgende Brief an die Stadtverwaltung.

Und jetzt, im Juli 2014, befürchte ich anlässlich des Neustarts meiner Homepage, dass dieser Beitrag (überwiegend) immer noch in die Kategorie "Aktuelles" und noch nicht zu "Archiv" gehört...

 

 

Würzburg, 1. Dezember 2007

Sehr geehrter Herr Düthmann, sehr geehrter Herr Weltz,


ich mag hoffen, dass es sich bei den jüngsten Zeichen für eine stärkere Beachtung der Interessen der FahradfahrerInnen tatsächlich um ein dauerhaftes Umdenken und nicht nur ein Strohfeuer vor den Kommunalwahlen handelt. Angesichts des Zustandes des Radwegenetzes in Würzburg fällt es mir ausgesprochen schwer, mich auf fünf Vorschläge zu beschränken. Um die für alle geltenden „Spielregeln“ einzuhalten, rege ich zunächst die Überprüfung und Berücksichtigung der folgenden fünf Punkte an.


1. Würzburg sollte eine Image-Kampagne mit dem Titel "Fahrradstadt Würzburg" starten, in deren Rahmen insbesondere eine städtische Anlaufstelle Fahrradverkehr geschaffen/bekanntgemacht wird, bei der Kritik/Wünsche/Anregungen eingereicht werden können – und die dann auch in der Stadtverwaltung ernst genommen werden, mit Nachdruck bearbeitet werden, und der/die Anregende vom Ergebnis informiert wird. Anmerkung: Und da könnte ich dann auch gleich alle über die Zahl „Fünf“ hinaus gehenden Vorschläge loswerden.


2. Lücken im Radwegenetz schließen, z.B. Fahrradstraße Münzstraße, Verbindung Lengfeld-Innenstadt, Querung Löwenbrücke


3. Gefahrenstellen/Angststellen entschärfen z.B. Steigungsstrecke Zeller Straße: Angebotsstreifen für Fahrrad oder, falls Straßenbreite ungenügend: Überholverbot durch durchgezogene Mittelllinie; Einfädelung von Radweg Ottostraße/Balthasar-Neumann-Straße Richtung Richtung Norden an Residenz


4. Aufstellspuren an größeren Kreuzungen: Gerade wenn der Trend dahin geht, den Fahrradverkehr wieder verstärkt in den Straßen mitzuführen, gewinnen Aufstellspuren zur Sicherheit und Beschleunigung des Radverkehrs an Bedeutung, insbesondere dort, wo auch viele Radfahrer links abbiegen wollen – z.B. Residenzkreuzung. 


5. Abstellanlagen in der Innenstadt – auch mit Möglichkeit der Gepäckabgabe/bewachung Noch immer gibt es in der Innenstadt viel zu wenig Abstellanlagen für Fahrräder – auf Anhieb fallen mir als Beleg z.B. die Juliuspromenade und auch die Textorstraße (z.B. vor dem Grünen Büro, Hausnummer 14) ein. Für touristische Radfahrer fehlen zudem Möglichkeiten zur gesicherten Gepäckaufbewahrung während Besichtigungen. Stationär könnte an Abstellplätze im Parkhaus am Spitäle gedacht werden, vorstellbar sind aber auch Angebote zur Gepäckaufbewahrung z.B.durch eine städtische Beschäftigungsgesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Pilz

 


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